Lehrtherapeut Roland Wittl aus München zu Gast im AKVHamburg-Holstein

Am 16.2.2019 referierte der Lehrtherapeut Roland Wittl aus München bei uns im AK zum Thema „Die Reflexlokomotion nach Vojta unter spezieller Betrachtung der Füße. Kinesiologie, Muskelfunktionsdifferenzierung, Variationen der Ausgangstellung“.

Nach einer Einführung und Wiederholung zu den Analogien der idealmotorischen Entwicklung zu den Reaktionen in den verschiedenen Ausgangsstellungen mit besonderem Augenmerk auf die Fußstellung haben wir dieses Wissen anhand Patientenvorstellungen praktisch vertieft.

Herr Wittl hat uns viel Input aus den neusten Erkenntnissen der Lehre und Denkanstöße gegeben, die wir nun in unserem Praxisalltag umsetzen können.

Vielen Dank

11. Fachtagung

Seit einigen Monaten haben wir unsere Fachtagung geplimg_1810ant und auf unserer Homepage, facebook und mit Flyern beworben. Nun war er da, unser großer Tag mit 170 Anmeldungen aus unterschiedlichen Professionen, Pädagogen, alle therapeutischen Disziplinen und Mediziner. Eines der schönsten Zitate des Tages stammte von Rene Assink in seinem Vortrag über Entwicklungsauffälligkeiten im Säuglings- und Kleinkindalter aus osteopathischer Sicht: „Wir können es nur gut machen, wenn wir es zusammen machen“.
Nach kurzer Begrüßungsworten der AK Leiterin Gabriele Wilde führte uns Irene von Spiegel (Physiotherapeutin) als Moderatorin durch das Programm. Den Start der Vortragsreihe begann Martin Jakobeit, der ärztliche Leiter der Fachtagung. Sein Auftakt: „Entwicklungsneurologie auf der Grundlage der motorischen Ontogenese. Die Entwicklung des Säuglings, von der Geburt bis zum ersten Lebensjahr“. Inhaltlich eine Auffrischung für alle therapeutischen Kollegen und Mediziner im Auditorium aber auch ein erklärender Einstieg für die anwesenden anderen  Professionen.

Barbara Zukunft Huber hielt alle Zuhörenden mit einem sehr impulsiven Vortrag zur Untersuchung und Früherkennung und zur Plagiocephalie in Ihrem Bann. Frau Zukunft Huber stieß bei allen offene Türen auf, mit der Bitte gemeinsam Therapieansätze zu entwickeln und zu forschen.

Genau diesen Aspekt griff der Osteopath Rene Assink aimg_1824uf. Auch er bat darum die eigene Profession so gut zu kennen, dass Ihre Kompetenzgrenzen gewahrt werden können. Sein Vortrag „Diagnostik und Therapie aus osteopathischer Sicht“ erklärte die „Räume, die unterschiedliche Therapieformen füllen“ und wünscht sich mehr interdisziplinäre Ansätze.

Dr. Sebastian Senst zeigte kurz die Folgen der Asymmetrie auf und beschränkte sich img_1830tiefergehend auf Hüftproblematiken mit pathologischer Vorgeschichte. Seine Bitte und sein Fazit: Auch Kinder, die niemals die Chance haben zu laufen, müssen in die Symmetrie kommen. Wir müssen fördern, in allen Disziplinen. Wichtig ist, rechtzeitig zu starten. Die Frühbehandlung ist das Wichtigste und es muss interdisziplinäre Ansätze geben. Jeder der an einem Kind „arbeitet“ ist damit eingeschlossen. Das bedeutet auch Pädagogen, die in Alltagssituationen Schmerzgeschehen eher beobachten können als zum Beispiel Therapeuten und Mediziner, die das Kind weniger im Alltag erleben.

img_1835Nach einer kurzen Mittagspause mit kleiner Stärkung – wir entschuldigen uns an dieser Stelle noch einmal für den wirklich katastrophalen Verlauf des Caterings – referierte Martin Jakobeit über die Auswirkung der Schädelasymmetrie auf die motorische Entwicklung. Eine sehr gute Einleitung für die Auswirkungen auf das Kiefergelenk im Erwachsenenalter. Welche Auswirkungen hat eine Schädelasymmterie auf das CranioMandibuläre System?

img_20161105_143736_resized_20161105_023804487Dr. Sebastian Janke von hansezahn Hamburg gab einen kurzen Ausblick ins Erwachsenenalter. Viele der anwesenden Zuhörer fanden sich in seinem Vortrag wieder. Er verdeutlichte anhand der Spätfolgen wie wichtig eine frühe Behandlung der Säuglingsasymmetrie ist, um Folgen auf das Kiefergelenk zu reduzieren. Ebenso wichtig ist, die Eltern bei nicht austherapierten Säuglingsasymmetrien auf eine frühe Abklärung kieferorthopädischer Probleme bei einem Kieferorthopäden hinzuweisen. Sicherlich ein Ansatz, den bisher viele Kollegen nicht berücksichtigt haben.
Von der Befundaufnahme zur Therapie stellte Barbara Zukunft Huber nun Ihr Behandlungskonzept vor. Zwei interessante Beispiele, die sich nicht ausschließlich auf die Füße beziehen, die Wirkung auf den gesamten Bewegungsapparat ist enorm.

Zum Abschluss des Tages stellt Elisabeth Löwenstein Ihre Pilotstudie „Vergleich der Anwendung der Upledger Cranioimg_1841Sacral Therapie® und der Vojta-Therapie auf die Qualität und Quantität der Spontanmotorik bei Frühgeborenen aus physiotherapeutischer Sicht“, die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit getätigt hat, vor. Eine wirklich interessante Arbeit, die deutlich macht, wie schwierig Forschung in der Therapie mit den Ethikvorschriften zu vereinen ist und dennoch auch wie wichtig Forschung ist, um die vorhanden Therapiekonzepte kritisch zu beleuchten und zu Hinterfragen. Auch in Ihrem Vortrag zeigt sich die Wichtigkeit der frühen Interventionen. Wir bedanken uns ganz besonders bei Frau Löwenstein, dass sie die weite Reise aus Graz auf sich genommen hat und hoffen, dass sie nicht nur der Bitte der anderen Dozierenden nachkommt sondern auch im Sinne der Physiotherapie Ihre Arbeit weiter vertieft, trotz der Unruhe im Saal. Wir schätzen diese forschende Tätigkeit und Ihr Engagement sehr.
Zum Abschluss stellten sich die Dozenten einer Podiumsdiskussion, in der die verbleibenden Zuhörer letzte Fragen stellen und kritische Anmerkungen machen konnten.
Der Tag war aus unserer Sicht sehr gelungen. Sicherlich ist nicht Alles rund gelaufen doch wir würden uns freuen, im übernächsten Jahr diese Tagung für Sie im Sinne der Interdisziplinarität weiter zu optimieren.
Wir danken allen Dozenten für die gute Kommunikation im Vorfeld und die spannenden und impulsiven Vorträge. Ebenso danken wir allen Helfern und natürlich allen Besuchern. Wir hoffen, dass alle ebenso viele neue Impulse und Anregungen aus diesem Tag ziehen konnten.
Über konstruktive Vorschläge und Anmerkungen würden wir uns freuen, persönlich oder unter info@akvojta.de.

 

Elke Schäffer

Ausbildung zur Krankengymnastin in Berlin 1982-85 seit 1986 tätig als Angestellte / freie Mitarbeiterin im Krankenhaus Moabit, Berlin und verschiedenen Praxen in Schleswig-Holstein seit 2012 Angestellte der Physiotherapiepraxis Susanne Amelung, Bordesholm Tel. 04322-5533. Seit 1996 Mitglied im AK Vojta Hamburg-Holstein

Qualifikationen:

  • Vojta Therapie für Säuglinge, Kinder und Erwachsene
  • Psychomotorik
  • PNF
  • Maitland
  • Fußreflexzonentherapie
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Manuelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber
  • Verhaltenstherapie nach Dr. Jansen (IntraActPlus)

Frischer Wind bringt 2016

Das Jahr 2016 ist für unseren Arbeitskreis ein ganz besonderes Jahr. Dieses Jahr besteht der Arbeitskreis Holstein seit 20 Jahren. Zum Geburtstagsjahr beschenken wir uns mit einer spannenden Fachtagung zum Thema „Entwicklungsauffälligeiten im Säuglingsalter – Frühdiagnostik und Therapie“ und interessanten Referenten. Nähere Infos finden Sie demnächst auf unseren Seiten!

Zusätzlich beschenken wir uns mit einem neuen Namen, da sich unsere Mitgliederzahl erfreulicher Weise im letzten Jahr nochmal erhöht hat. Wir verzeichnen einen ordentlichen Zulauf von Hamburger Kollegen und Kolleginnen, weshalb wir unseren Namen auf den Zusatz Hamburg erweitern.

AK Vojta Hamburg-Holstein ist zukünftig unsere Bezeichnung.

Der Inhalt bleibt, wir verstehen uns weiter als Expertennetzwerk für Kinder- Vojtatherapeuten und Vojtatherapeutinnen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass bei uns Vojta-Neulinge, die sich in der Ausbildung zum Vojtatherapeuten befinden, schon herzlich Willkommen sind und Mitglied werden können!

Alles neu 2016, wir freuen uns auf die nächsten Events mit allen Mitgliedern, Gästen und Referenten, die uns auch im vergangenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben!

Heike Hunger

Ausbildung zur Krankengymnastin an der Lubinusschule in Kiel mit der staatlichen Anerkennung Nov. 1986.
Zusatzqualifikationen:
  • Vojta und Bobath für Erwachsene und Kinder
  • Sensorische Integration
  • Psychomotorik
  • PNF
  • Manuelle Therapie
  • Rückenschule
  • TAPE

Weitere Informationen siehe unter: www.physiotherapie-hunger.de

 

Barbara Dietz-Bischof

Ausbildung/ Qualifikation

  • Ausbildung zur Krankengymnastin in Düsseldorf / Würzburg 1978
    seit 1980 krankengymnastische Tätigkeit, überwiegend mit Kindern, u.a. am „Körperbehinderten Zentrum“ in Würzburg. Dort hatte ich das große Glück, eine Woche lang von dem Ehepaar Bobath in deren Therapiekonzept eingeführt und fortgebildet zu werden. Weiterhin hatte ich in Würzburg Gelegenheit, an Seminaren
    bei Marianne Frostig, Susanne Naville und Ernst Jonny Kiphard teilzunehmen.
  • Kinderklinik FFM-Höchst ( Risikoambulanz) 1982 -1986
  • seit 1987 Tätigkeit in der Praxis
  • Ausbildung in der Vojtatherapie für Säuglinge,Kinder und Erwachsene am Kinderzentrum München 1981
  • Verhaltenstherapeutische Ausbildung nach Fritz Jansen (IntraActPlus-Konzept)
  • CST I / II
  • Dreidimenionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber

seit 1996 Mitglied des Vojta-Arbeitskreises Holstein
www.physioteam-krueger.de

Wolfram Müller zu Gast im AK Vojta

Am 12. Dezember 2015 begrüßt der AK Vojta Holstein den Gastreferenten und Vojta Lehrtherapeuten (IVG) Wolfram Müller zum Thema: Diagnose und Prognose anhand der Lokomotionsstadien nach Vojta. Interessierte Kollegen mit mindestens Vojta A-Kurs (mind. Teilnahmevoraussetzung) sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Die Kosten betragen für Gäste 80 €. Das Seminar findet in den Räumen des therapieRAUM Reinke&Stock in der Papenstraße 122 in Hamburg statt, von 10:00h-17:00h.

Wir bitten um vorherige telefonische Anmeldung 040 42903840!

 

 

Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber

Anfang der Neunziger Jahre entwickelte Frau Barabra Zukunft-Huber orientiert an der funktionellen Fußentwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr, den manualtherapeutischen und neurophysiologischen Grundsätzen sowie einem langjährigem Erfahrungschatz und Beobachtung der physiologischen Entwicklung des Kindes, die dreidimensionale manuelle Fußtherapie.

Gabriele Wilde, Barbara Zukunft-Huber (v.l)

Der Arbeitskreis freute sich sehr Frau Zukunft-Huber im Arbeitskreis Holstein vom 19. bis 21. April 2013 begrüßen zu dürfen, um das von Ihr entwickelte Konzept zu erlernen.
Neben der funktionellen Bewegungsentwicklung des Fußes in Rücken-, Bauch- und Seitlage, referierte Frau Zukunft-Huber mit viel Engagement über die Entwicklung und Theorie der dreidimensionalen, manuellen Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage sowie auch über die unterschiedlichen Deformitäten des Fußes, deren Analyse und Behandlung.

 

Gemeinsam wurden die Mobilisations- und Dehngriffe erarbeitet und das Anlegen der funktionellen Fußbinden geübt.
Anhand von Patientenvorstellungen bekamen die Teilnehmer einen guten Eindruck von der Umsetzung der Therapie und der Arbeitsweise von Frau Zukunft-Huber. Im Vorher-Nachher Vergleich konnte der Erfolg selbst kurzer Behandlungsintervalle dargestellt werden. Sie berichtete ausführlich über Ihre Arbeit und Ihre Erfolge der letzten Jahre.
Der Arbeitskreis Vojta Holstein bedankt sich bei Frau Zukunft-Huber für Ihr Engagement in der Physiotherapie und freut sich den neu gewonnen Input in die eigene Arbeit integrieren zu können und hofft Sie auch in den nächsten Jahren wieder begrüßen zu dürfen.
Interessierte finden näheres zur dreidimensonalen, manuellen Fußtherapie nach Zukunft-Huber sowie Kursangebote auf der Internetseite: www.zukunft-huber.de